Ein Maß ändert sich. Wo überall?
Die ehrliche Antwort lautet meist: an mehr Stellen, als jemand im Kopf hat.
Ein Beispiel: Der Hersteller überarbeitet eine LED-Einbauleuchte. Sie braucht jetzt ein Loch von 75 statt 68 mm in der Decke. Diese fünf Stellen müssen nachgezogen werden:
- 1 Artikeltabelle geändert
- 2 Onlineshop geändert
- 3 PDF-Katalog geändert
- 4 Datenblatt geändert
- 5 Händlerdatei vergessen
Niemand hat schlampig gearbeitet, die Händlerdatei stand nur auf keiner Liste. Nach ihr bohrt der Elektriker zwanzig Löcher mit 68 mm in eine fertige Decke, und keine Leuchte passt hinein. Aus einer kleinen Datenlücke werden Reklamationen, Nacharbeit und im schlimmsten Fall ein verlorener Kunde. Der Ausweg ist nicht mehr Sorgfalt. Eine besser sortierte Tabelle hilft nicht, eine Checkliste auch nicht und ein weiterer Prozess schon gar nicht. Solange derselbe Wert an fünf Stellen steht, wird eine davon irgendwann vergessen.
Woran Sie erkennen, dass es bei Ihnen genauso läuft
Das Maß war nur ein Beispiel. Artikeldaten wachsen selten nach Plan: erst eine Tabelle, dann ein Bilderordner, dann Preise, die ein Händler per Mail bekommt. Jede dieser Stellen ist für sich vernünftig, zusammen entstehen Kopien. Das zeigt sich meist so:
Die Tabelle hat einen Besitzer
Vierzig Spalten, farbige Markierungen, Makros und Regeln, die nirgends aufgeschrieben sind. Das funktioniert, bis genau diese eine Person im Urlaub oder Krank ist.
Bilder werden gesucht statt gefunden
Dasselbe Foto liegt in drei Ordnern, und niemand weiß, welche Fassung freigegeben ist. Wo ein Bild überall verwendet wird, lässt sich nur mit viel Klicken und etwas Glück klären.
Ein neuer Kanal kostet Wochen
Ein Marktplatz oder ein neuer Händler will die Daten in seinem Format. Also wird wieder zusammengesucht, kopiert und geprüft, als hätte es die Arbeit vorher nie gegeben.
Auf Rückfragen folgt Suchen
Ein Kunde reklamiert ein falsches Maß. Wer hat es wann geändert, und welche Information hat der Kunde zuletzt bekommen? Die Antwort steckt in alten Mails, wenn sie überhaupt noch zu finden ist.
Welches Programm wofür zuständig ist
Die eine Stelle ist ein Programm, keine bessere Datei. Dort wird der Wert gepflegt, und Shop, Katalog, Datenblatt und Händlerdatei übernehmen ihn. Ein Maß ist allerdings etwas anderes als ein Foto oder ein Kundenpreis. Deshalb gibt es für jede Art von Angabe ein eigenes Programm, und jedes davon ist für seine Angaben die eine Stelle. Das vierte kennen Sie schon: Ihr ERP bleibt, wie es ist.
Was ein PIM macht
- Steht für Product Information Management.
- Ersetzt die Artikeltabelle und verwaltet Werte: Maße, technische Angaben, Texte je Sprache, Varianten, Kategorien und Verkaufspreise.
- Jeder Wert wird einmal gepflegt und in alle Kanäle ausgegeben, etwa Shop, Katalog, Datenblatt oder Marktplatz.
- Bei Palatina Tech der Kern der Datenhaltung, deshalb im Schaubild orange.
Was ein DAM macht
- Steht für Digital Asset Management.
- Ersetzt den Bilderordner und verwaltet Dateien: Fotos, Videos, Zeichnungen, Datenblätter und Zertifikate.
- Eine Datei existiert einmal und gehört beliebig vielen Artikeln, statt als Kopie in mehreren Ordnern zu liegen.
- Bei Palatina Tech Teil derselben Datenhaltung wie das PIM, deshalb im Schaubild orange.
Was ein CRM macht
- Steht für Customer Relationship Management.
- Ersetzt Kundentabelle und Preisliste in der Mail und verwaltet Kunden: Firmendaten, Ansprechpartner, Notizen und Dokumente.
- Wird für Produktdaten wichtig, sobald etwas je Kunde gilt, etwa Listungspreise oder ein PDF-Katalog mit dem Sortiment eines Händlers.
- Bei Palatina Tech Teil derselben Datenhaltung, deshalb im Schaubild orange.
Was ein ERP macht
- Steht für Enterprise Resource Planning, oft auch Warenwirtschaft genannt.
- Zählt und bucht: Bestände, Bestellungen, Lieferungen, Rechnungen, Buchhaltung.
- Kennt Mengen und Vorgänge, aber kaum die Eigenschaften eines Produkts.
- Bleibt neben einem PIM bestehen und wird nicht ersetzt, deshalb im Schaubild grau.
Wie Palatina Tech das löst
PIM, DAM und CRM sind bei uns keine drei Programme mit Schnittstellen dazwischen, sondern eine Datenhaltung. Für die Einbauleuchte aus dem Beispiel heißt das: Das Loch in der Decke wird einmal auf 75 mm geändert, und jede Ausgabe verwendet beim nächsten Erstellen den neuen Wert, auch die Händlerdatei. Bestand, Lieferungen und Rechnungen laufen weiter über Ihr ERP.
Eine Datei, viele Artikel
Medien werden einmal hochgeladen und mit beliebig vielen Artikeln verknüpft. Der Upload erkennt, wenn eine Datei schon vorhanden ist.
Preis am Artikel, Kondition am Kunden
Verkaufspreise hängen am Artikel, Listungspreise und Sortiment am Kunden. Rechnungen können wie gewohnt im ERP bleiben.
Jeder Kanal ist nur eine Ausgabe
Katalog, Shop-Export, Datenblatt und digitaler Produktpass greifen auf denselben Bestand zu, nur in anderem Zuschnitt.
Alle Funktionen und Vorteile im Einzelnen stehen in der Funktionsübersicht.
Reden wir über Ihre Daten
In einem kurzen Gespräch sehen wir uns an, wo Ihre Artikeldaten heute liegen und an wie vielen Stellen dieselbe Angabe steht. Entscheidend ist nicht die Zahl der Artikel, sondern wie viele Angaben in wie viele Kanäle gehen. Reicht die Tabelle noch, sagen wir Ihnen das. Wenn nicht, bauen wir die Struktur aus Ihren bestehenden Daten, und Tabellen und Bilder kommen per Import mit.
Lieber direkt sprechen? +49 6395 9109190, montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
