Digitaler Produktpass

Ab wann die Pflicht gilt und was Sie bis dahin vorbereiten sollten.

Kurz das Wichtigste:

  • Kein gemeinsamer Stichtag. Die Pflicht kommt Produktgruppe für Produktgruppe.
  • Verbindlich erst mit dem Rechtsakt. Für jede Gruppe erlässt die EU-Kommission einen eigenen.
  • Rund anderthalb Jahre Vorlauf. So lange dauert es typischerweise vom Rechtsakt bis zur Pflicht.
  • Ein fester Termin: Batteriepass ab dem 18. Februar 2027.
  • Der Aufwand steckt in den Daten. Der QR-Code ist der kleinste Teil.
  • Heute schon möglich. Palatina Tech erzeugt Produktpässe ohne Aufpreis.

Diese Seite ordnet den Sachstand ein und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindlich ist allein der Rechtsakt Ihrer Produktgruppe.

Wann gilt die Pflicht?

Kein gemeinsamer Stichtag. Belastbar sind der Ablauf je Produktgruppe und die Reihenfolge der Gruppen.

So wird aus der Gesetzplanung eine Pflicht

  1. Arbeitsplan Absicht der Kommission. Termine verschieben sich häufig.
  2. Vorarbeiten Anforderungen werden erarbeitet und abgestimmt.
  3. Rechtsakt Ab hier steht fest, was verlangt wird und ab wann.
  4. Übergangsfrist Ihr Zeitfenster für die Datenarbeit. Knapp bemessen. rund anderthalb Jahre
  5. Pflicht Der Produktpass muss beim Inverkehrbringen vorliegen.

Ab dem Rechtsakt wird Planung belastbar. Alles davor ist der Planungsstand, alles danach ist verbindlich.

Übersicht zur Reihenfolge der Produktgruppen

  1. Symbolbild: Batterien mit digitalem Produktpass Zuerst Batterien ab 18.02.2027 Antriebsbatterien, Batterien leichter Verkehrsmittel und Industriebatterien über zwei Kilowattstunden brauchen ab dem 18. Februar 2027 einen Batteriepass. Der Termin steht in der Batterieverordnung und nicht in einem Arbeitsplan. Wer betroffen ist, sollte mit der Datenaufnahme nicht mehr warten.
  2. Symbolbild: Metallbarren und ein Reifen neben einem Produktpass mit QR-Code Früh Eisen, Stahl, Aluminium, Reifen Vorbereitet Die Vorarbeiten laufen bereits. Werkstoffe stecken in unzähligen Endprodukten, ihre Daten werden also entlang der ganzen Kette gebraucht. Wer mit Metallerzeugnissen oder Reifen handelt, hat den knappsten Vorlauf und sollte parallel mit der Datenaufnahme beginnen.
  3. Symbolbild: Textilien, Möbel und Elektronik mit digitalem Produktpass Danach Textilien, Möbel, Elektronik Angekündigt Diese Gruppen, einschließlich Bekleidung, sind im Arbeitsprogramm benannt, der Rechtsakt liegt aber noch nicht vor. Die Pflicht kommt, der Termin ist offen, und danach bleibt eine Übergangsfrist. Genug Zeit für einen geordneten Aufbau, aber nicht genug, um erst mit der Veröffentlichung anzufangen.
  4. Symbolbild: weitere Produktgruppen mit digitalem Produktpass Später Matratzen und sonstiges Vorgesehen Die Ökodesign-Verordnung nennt keine abschließende Liste. Die Kommission kann nach und nach weitere Gruppen einbeziehen. Wer heute in keiner genannten Gruppe liegt, ist deshalb nicht dauerhaft außen vor, sondern hat lediglich mehr Zeit.
  • Termin im Gesetz
  • Vorarbeiten laufen
  • Im Arbeitsprogramm
  • Perspektivisch

Hinweis zu Bauprodukten: Sie folgen nicht diesem Zeitstrahl. Für Bauprodukte gilt ein eigener Produktpass nach der Bauprodukteverordnung, mit eigenem Zeitplan.

Was steht in einem Produktpass?

Hinter dem QR-Code am Produkt steht eine Seite mit Angaben zum Produkt. Welche genau, legt der Rechtsakt der Produktgruppe fest. Die sechs Bereiche unten kommen fast immer vor, von der eindeutigen Kennung über Material und Dokumente bis zum QR-Code selbst. Ein Klick auf eine Kachel zeigt, worauf es jeweils ankommt.

Eindeutige Kennungen Produkt, Hersteller und Anlage dauerhaft identifizierbar.

Zulässig sind etablierte Artikelnummernsysteme, Web-Adressen als Kennung oder eigene Schemata. Entscheidend ist, dass die Kennung über mehr als zehn Jahre stabil bleibt. Eine Nummer, die beim nächsten Systemwechsel neu vergeben wird, ist unbrauchbar.

Material und Zusammensetzung Stoffe, Rezyklatanteile, kennzeichnungspflichtige Substanzen.

Meist der aufwendigste Block, weil die Angaben beim Lieferanten liegen: in Mails, PDF-Anhängen oder gar nicht. Legen Sie früh fest, welche Angaben Sie künftig in welchem Format einfordern.

Konformität und Dokumente Erklärungen, Prüfberichte, Zertifikate, technische Unterlagen.

Die Dokumente existieren meist schon, liegen aber verstreut. Künftig müssen sie am Produkt hängen und abrufbar sein. Wer Dokumente bereits am Artikel verwaltet, hat diesen Punkt erledigt.

Reparatur und Lebensende Anleitungen, Ersatzteile, Demontage, Entsorgung.

Der Produktpass folgt dem Gedanken der Kreislaufwirtschaft: Wie wird repariert, welche Ersatzteile gibt es wie lange, wie wird zerlegt und entsorgt. Für viele Hersteller existieren hierzu bislang keine strukturierten Daten.

Umweltkennwerte Haltbarkeit, Verbrauch, Recyclingfähigkeit je nach Gruppe.

Welche Kennwerte verlangt werden, legt der Rechtsakt der Produktgruppe fest. Gemeinsam ist allen: Sie müssen belegbar sein. Geschätzte Werte genügen nicht.

Datenträger am Produkt QR-Code oder vergleichbarer Träger führt zum Produktpass.

Der Code sitzt auf Produkt, Verpackung oder Datenblatt und verweist auf die gültige Fassung. Technisch der einfachste Teil der Aufgabe. Die Arbeit steckt in dem, was dahinter liegt.

So entsteht der Produktpass bei Palatina Tech

Die meisten dieser Angaben gibt es in Ihrem Unternehmen bereits. Sie liegen nur verstreut: Materialangaben in Lieferantenmails, Prüfberichte auf Netzlaufwerken, ältere Fassungen werden einfach überschrieben. Für den Produktpass müssen sie an einem Ort zusammenkommen, öffentlich abrufbar und in jeder Fassung belegbar.

Genau dafür ist Palatina Tech gebaut. Keine Zusatzsoftware, kein Aufpreis. Der Produktpass ist eine Ausgabeform Ihrer Daten, wie Katalog oder Shop-Export.

  1. Layout entwerfen Bausteine und Attribute auf ein Blatt setzen, einmal je Produktart.
  2. Layout zuweisen Je Artikel das passende Layout wählen, auf Wunsch für ganze Sortimente auf einmal.
  3. Freigeben Erst damit entsteht der öffentliche Produktpass, als Abzug der freigegebenen Werte.
  4. Code weitergeben Link versenden oder QR-Code auf Etikett, Verpackung und Datenblatt drucken.

Layout einmal entwerfen

Bilder, Texte, Tabellen, Flächen und Trennlinien auf ein Blatt setzen, Attribute aus der Liste an ihren Platz ziehen. Ein Layout genügt für beliebig viele Artikel, die Werte kommen je Artikel aus Ihren Produktdaten. Für PC, Tablet und Handy führt dasselbe Layout eine eigene Anordnung.

Öffentlich erst nach Ihrer Freigabe

Vorher gibt es nichts zu scannen. Mit der Freigabe entsteht Version 1.0 als Abzug der damaligen Werte. Ändern Sie den Artikel danach, ändert sich der veröffentlichte Produktpass nicht von selbst: Was einmal auf einer Verpackung steht, bleibt gültig, bis Sie ausdrücklich aktualisieren.

Link und QR-Code bleiben gültig

Zu jeder Version gehören ein öffentlicher Link und ein QR-Code zum Herunterladen. Eine Korrektur wird zur Unterversion, aus 1.0 wird 1.1, und behält dieselbe Adresse: Der gedruckte Code stimmt weiter. Wird daraus ein anderes Produkt, legen Sie eine neue Version mit eigenem Code an, die alte bleibt daneben gültig.

Jede Version versiegelt

Jede Veröffentlichung wird kryptografisch versiegelt und mit der vorherigen verkettet. Versionen lassen sich weder ändern noch löschen, auch nicht an der Oberfläche vorbei; eine Korrektur entsteht immer als neue Fassung daneben. Ein Prüfzeichen über der Historie zeigt, dass die Kette unverletzt ist, und stellt zwei Fassungen Feld für Feld gegenüber.

Intern bleibt intern

Öffentlich erscheinen nur Attribute ohne Rechtegruppe. Ein Feld, das einer Lese- oder Schreibgruppe zugeordnet ist, bleibt auf dem öffentlichen Produktpass leer, auch wenn es im Layout liegt. Was nach außen geht, entscheiden Sie damit an einer Stelle und nicht in jedem Layout neu.

Vollständigkeit im Blick

Sie legen je Feld fest, ob es ein Pflichtfeld ist. Der Befüllstatus zeigt Ampel, Prozentwert und die offenen Felder namentlich. Gezählt wird, was im zugewiesenen Layout vorkommt. Solange ein Pflichtfeld leer ist, bleibt die Freigabe gesperrt. Zuweisen, Freigeben und Aktualisieren gehen auch für ganze Sortimente in einem Schritt.

Beispiel-Produktpass öffnen: öffentliche Ansicht mit Artikelnummer und Produktdaten

So kann Ihr Produktpass aussehen

Diesen Produktpass haben wir mit Musterdaten auf unserer Demo-Seite veröffentlicht. Genau so können Ihre Kunden später mithilfe des QR-Codes Ihre Angaben zu Ihren Produkten sehen.

QR-Code zum Beispiel-Produktpass Mit dem Handy scannen Der QR-Code führt auf denselben Beispiel-Produktpass wie der Screenshot daneben.

Das Ergebnis

  • Eine einzige Datenbasis für Katalog, Shop-Export und Ihren Produktpass.
  • Keine zweite Software, die gepflegt und bezahlt werden muss.
  • Jede Fassung wird sicher gespeichert und bleibt auch nach Jahren nachvollziehbar.
Erstgespräch vereinbaren

Mehr dazu in der Funktionsübersicht und in den häufigen Fragen.

Häufige Fragen zum Produktpass

Betrifft mich der digitale Produktpass überhaupt?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit ja, nur noch nicht sofort. Die Ökodesign-Verordnung erfasst nach und nach nahezu alle physischen Produkte im EU-Binnenmarkt. Verbindlich wird es für Ihre Produktgruppe erst mit dem zugehörigen delegierten Rechtsakt. Am weitesten sind Batterien sowie Grundstoffe wie Stahl und Aluminium.

Was ist der Unterschied zwischen einem Produktpass und meinen bisherigen Produktdaten?

Der Produktpass ist kein völlig neuer Datensatz, der neben Ihren bestehenden Produktinformationen entstehen muss. Er greift idealerweise auf strukturierte Produktdaten zurück und stellt die für das jeweilige Produkt geforderten Informationen in der vorgesehenen Form bereit. Je besser Ihre Produktdaten bereits organisiert sind, desto weniger zusätzlicher Aufwand entsteht.

Warum gibt es für die meisten Produkte noch keinen konkreten Termin?

Weil viele der genannten Jahreszahlen bislang keine verbindlichen Fristen sind, sondern Planungen der EU-Kommission, die sich teilweise mehrfach verschoben haben. Verbindlich wird ein Termin erst mit dem delegierten Rechtsakt für die jeweilige Produktgruppe. Ab diesem Zeitpunkt gibt es in der Regel noch eine Übergangsfrist von rund anderthalb Jahren.

Reicht es, kurz vor der Frist anzufangen?

Der Digitale Produktpass lässt sich schnell erstellen. Die Vorbereitung der dafür benötigten Daten nicht. Lieferantenangaben müssen angefordert, geprüft, vereinheitlicht und fehlende Informationen ergänzt werden. Wer erst kurz vor der Frist damit beginnt, riskiert Zeitdruck, zusätzlichen manuellen Aufwand und unnötige Kosten. Mit einer strukturierten Produktdatenbasis ist der Produktpass später weitgehend auf Knopfdruck verfügbar.

Brauche ich dafür hier eine eigene Produktpass-Software?

Nicht zwingend. Der Digitale-Produktpass besteht fast vollständig aus Angaben, die ohnehin zum Produkt gehören. Liegen diese strukturiert in einem System, ist der Produktpass eine Ausgabeform davon, wie ein Katalog oder ein Shop-Export. Eine Speziallösung bedeutet meist doppelte Datenpflege.

Was passiert, wenn sich Angaben nachträglich ändern?

Ein veröffentlichter Produktpass ändert sich nicht automatisch. Er bleibt auf dem Stand, der für die jeweilige Produktversion freigegeben wurde. Wird eine Angabe geändert, entsteht daraus eine neue Version, zum Beispiel Version 1.1. Die Adresse und der QR-Code bleiben dabei unverändert, sodass bereits gedruckte Codes weiterhin funktionieren. Die vorherige Version bleibt ebenfalls erhalten und nachvollziehbar. Wird das Produkt grundlegend verändert, etwa durch eine geänderte Zusammensetzung, kann dafür eine eigene Produktversion mit einem eigenen QR-Code angelegt werden.

Wie verhindere ich, dass interne Angaben öffentlich werden?

Sie entscheiden selbst, welche Informationen auf dem öffentlichen Produktpass erscheinen. Im Layout wählen Sie gezielt die Attribute aus, die veröffentlicht werden sollen. Nur diese ausgewählten Angaben werden auf dem Produktpass angezeigt und sind für jeden Besucher sichtbar. Interne Informationen, die Sie nicht veröffentlichen möchten, lassen Sie einfach aus dem Layout heraus. Über die Vorschau können Sie anschließend direkt prüfen, welche Angaben öffentlich erscheinen.

Kann ich mit Palatina Tech schon heute Produktpässe erzeugen?

Ja. Layout-Editor, Freigabe, Versionierung mit Signatur, öffentlicher Link, QR-Code zum Herunterladen und der Befüllstatus sind fester Bestandteil des Systems und kosten nichts extra. Sie können sofort beginnen, auch bevor eine Pflicht für Ihre Produktgruppe gilt.

Den gültigen Stand selbst prüfen

Was für Ihre Produktgruppe gilt, steht im jeweiligen Rechtsakt. Ausgangspunkt sind diese drei Verordnungen:

Reden wir über Ihr Sortiment

Wir ordnen Ihre Produktgruppe ein und prüfen, welche Angaben schon vorliegen. Unverbindlich, und wir sagen ehrlich, wenn für Sie noch nichts zu tun ist.

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